Unsere Reiseroute und unsere Übernachtungen

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Samara Private Game Reserve

22.10.2018

Sonnig, 28°
0 eigene km

Einer der Gründe, weswegen wir in Samara sind, ist heute gekommen: Ralph hat Geburtstag. Um den Tag richtig zu genießen, schlafen wir erst einmal ein wenig aus. Natürlich muss Ralph dann seine Geschenke auspacken.  Und er bekommt noch besondere Geburtstagsglückwünsche: ein paar Schildkröten, die er so liebt, kommen zum gratulieren vorbei.



Während wir frühstücken, beginnen Malerarbeiten am Haus und an der Terrasse. Der Geruch ist nicht so berauschend. Das stellt auch der Chef des Hauses fest, der uns darauf hin ein Upgrade auf einen eigenen Bungalow anbietet. Das nehmen wir natürlich gerne an. Das Zimmer war ja schon toll, aber nun ist es grandios.

Alle anderen Gäste reisen nach dem Frühstück ab, so dass wir die Lodge erst mal für uns ganz alleine haben. Daher starten wir gegen 10:00 Uhr einen ersten privaten Game Drive. Auf dieser Tour durch Samaras Weiten sehen wir unter anderen ein paar Hörnchen, Affen, Kudus und wieder Affen.







Und dann finden wir dank moderner Technik auch eine Gepardenmutter mit ihren fünf Jungen. Leider liegen diese ganz faul versteckt im Busch, so dass wir sie nicht richtig erkennen können. Aber der Ranger verspricht uns, dass wir am Nachmittag wiederkommen und die sechs dann bestimmt aktiv herumtollen. 




Mit diesen ersten Eindrücken geht der Vormittag schnell herum und wir kommen zurück zur Lodge, wo uns ein Lunch unter Bäumen im Garten gereicht wird. Auch dabei bekommen wir wieder Gesellschaft von einer Schildkröte und können noch ein paar andere Tiere beobachten.







Um 16:00 Uhr steht dann der Nachmittags Game Drive an. Da wir immer noch die einzigsten Gäste sind, haben wir wieder eine private Tour. Als erstes geht es wie versprochen wieder zu der Gepardenmutter mit ihren Jungen. Um sie zu finden, verlassen wir diesmal unseren Land Rover und gehen zu Fuß durch den Busch. Ein bisschen aufgeregt sind wir dabei schon. 



Und plötzlich zeigen die Ranger aufgeregt nach vorne. Und siehe da, die Mutter und ihre Jungen sind direkt vor uns. Circa 10-15 m kommen wir an sie heran. Es ist super toll die Tiere in der Natur so aus der Nähe zu sehen und zu beobachten. Und schon jetzt sind deutlich die Eigenschaften der Jungen zu erkennen. Eines ist ganz neugierig und mutig, ein anderes eher scheu und wieder ein anderes Junges eher uninteressiert und hat viel Spaß, auf seiner Mutter herum zu turnen. Für uns ist es ein einmaliges Erlebnis, dass direkt in unser Herz gehen. 








Nach einer Weile trennen wir uns dann schweren Herzens, aber wir wollen schließlich noch andere Tiere sehen. Der Chef von der Lodge hat uns erzählt, dass es auch Nashörner zu sehen gibt. Diesen Wunsch äußern wir unserem Ranger gegenüber. Er überlegte kurz, sagt uns, wir müssen dann etwas schneller fahren, aber er würde wissen wo welche sein könnten. Das schneller Fahren nehmen wir dafür gerne in Kauf. Auf dem Weg sehen wir trotzdem noch diverse andere Tiere, wie Zebras, Kudos und Elands bis wir in ein großes Steppengebiet kommen.







Und da sind sie plötzlich: fünf Nashörner stehen vor uns. Nummer sechs ist noch etwas weiter hinten und auch zwei Giraffen sind in der Ferne noch zu entdecken. Es ist einfach perfekt! 









Auf der Fahrt zu unserem Sundowner Stopp begegnen wir dann noch einer riesigen Herde von Springböcken. Im Galopp suchen diese aber das Weite und machen ihrem Namen alle Ehre wie sie da so rumspringen und rumbouncen. Auch die Guides können sich vor Begeisterung kaum halten.

Auf einer kleinen Kuppe machen wir dann halt, um den Sonnenuntergang zu genießen. Unsere Guides packen Getränke und Snacks aus und so verbringen wir die letzten Minuten des Tages.









Danach geht es dann zurück in die Lodge. Wir sind nach wie vor die einzigsten Gäste und so hat es schon etwas leicht Dekadentes, dass nur für uns ein wunderschöner Tisch auf der Terrasse gedeckt ist. In toller Kulisse können wir unser Dinner genießen. Und dann gibt es noch eine große Überraschung. Der Service und die Küche kommen mit einem Geburtstagskuchen zu uns und singen Ralph ein Ständchen. Ein wirklich toller (Geburtstags) Tag geht damit zu Ende.

Oudtshoorn - Samara Private Game Reserve (Graaff-Reinet)

21.10.2018

Sonnig, 25°, teilweise sehr stürmisch
414 km 

Heute heißt es Strecke machen. Das ist zwar normalerweise nicht so unser Ding, aber was hilft es. Schließlich möchten wir nach Graaff-Reinet kommen, um dort zwei Tage im „Samara Private Game Reserve“ zu verbringen. So geht es nach dem Frühstück und dem Verabschieden von Wolfgang los über die N12 Richtung „De Rust“ und dann auf die R341, bis wir die Autobahn ähnliche N9 erreichen. Wahnsinn: über 70 km geht die Strecke schnurgerade aus und nur sehr selten begegnet uns ein Auto. Und die Landschaft ist einfach nur weit. Jetzt sind wir tatsächlich in Afrika angekommen.








Als wir nach einigen Stunden in „Graaff-Reinet“ ankommen, machen wir noch einen Abstecher in den „Candeboo Nationalpark“ mit dem „Valley of Desolation“ (Tal der Trostlosigkeit). Trostlos ist es auf keinen Fall, denn die grandiosen Felsformationen und atemberaubende Ausblicke über die Weite der Karoo entlocken uns etliche WOW Ausrufe. 








Jetzt ist die Zeit mittlerweile ganz schön weit fortgeschritten und es muss wirklich sein, dass wir und von diesen tollen Aussichten losreißen. Wir wollen „Samara“ möglichst noch im Hellen erreichen, da das letzte Stück (20 km) eine Gravelroute mitten durch das Game Reserve ist. Da haben wir aber die Rechnung ohne den Sonnenuntergang gemacht. Die letzten Kilometer mitten im Busch fahren wir im Dunkeln. So einige blitzende Augen beobachten uns dabei. Aber alles geht gut und die Ankunft an der Lodge entschädigt uns dafür. Der letzte Weg zur Lodge ist mit Petroleumlaternen sehr stimmungsvoll beleuchtet. Hemingway und Out of Africa lassen grüßen. Traumhaft schön!

Dienstag, 23. Oktober 2018

Rund um Oudtshoorn

20.10.2018

Sonnig, 25°
186 km

Heute geht es auf Entdeckungsreise rund um Oudtshoorn. Erstes Ziel ist der „Swartberg Pass“, der mit seinen 1.583 m Höhe die Kleine von der Großen Karoo trennt. Schon der Weg dahin führt uns mitten durch die schöne Landschaft der Kleinen Karoo.





Bald endet die asphaltierte Straße und wir schrauben uns über 22 km Gravelroute mit diversen Haarnadelkurven immer höher und haben einen fantastischen Ausblick nach dem anderen. 






Der Weg hinunter zu dem kleinen Örtchen „Prinz Albert“ ist nicht minder spektakulär, da er tolle Einblicke in einem Canyon  ermöglicht, der uns sofort an die USA erinnert. 



Außerdem führt die Straße direkt hinein und durch den Canyon hindurch und die Felsen leuchten in einem tollen Rotton.








Kurz vor „Prinz Albert“ läuft uns eine Schildkröte über den Weg und auf dem Fahrersitz brechen Begeisterungsstürme los.  Natürlich müssen wir und die „Kleine“ von nahem betrachten.



Im niedlichen Örtchen „Prinz Albert“ mit seinen kapholländischen und viktorianischen Zuckerbäckerhäusern angekommen, machen wir dann erst einmal eine kurze Pause in „The Coffee Shop“ und stärken uns für die Weiterfahrt. Kurz nach unserer Weiterfahrt läuft uns eine zweite Schildkröte über den Weg, genauer gesagt, mitten über die Straße, für die wir erst einmal die Straße sichern und sie dann dabei beobachten, wie sie mit einem Wahnsinnstempo eine Böschung erklimmt und sich dann in das Unterholz kämpft. 

Die Straße des Prinz Albert Valley zieht sich schnurgerade durch und führt in die 12 km lange Meiringspoortschlucht mit ihren beeindruckenden Felswänden. 



Aber nicht nur die Landschaft können wir bestaunen, sondern auch einige Affen, die dort herumtollen.



Zurück nach „Oudtshoorn“ geht es dann über die N12, die aktuell voller Baustellen ist. Witzig sind dabei die „Baustellenampeln“. Da die Strecke einspurig ist, stehen am Anfang der Baustelle mit Fahnen winkende Menschen und welche, die ein Rollgitter hin und her schieben. Entweder das Gitter steht vor dir auf der Straße, dann ist halt „rot“ oder du kannst fahren. Für uns hat der Begriff „Ampelmännchen“ seit heute auf jeden Fall eine neue Bedeutung.

Um 18:30 Uhr kommen wir dann wieder auf der „Montana Guest Farm“ an, um einen weiteren geselligen Abend mit Wolfgang und den anderen Gästen zu verbringen.

Sonntag, 21. Oktober 2018

Robertson - Oudtshoorn

19.10.2018

Bewölkt, regnerisch 17°
282 km

Auch wenn es das Wetter heute nicht so gut mit uns meint, so geht es auf in die Welt der Straußenfarmen. 
Unser Weg dorthin führt uns über eine der schönsten Reiserouten im Land, über die Route 62, mitten durch die Kleine Karoo. Die Karoo ist eine Halbwüste. Einsame Landschaften, Obst- und Weinanbaugebiete, Berge, eine ständig wechselnde Landschaft und eine kilometerlange einsame Straße beeindrucken uns.




Natürlich dürfen auch ein paar Snackpoints nicht fehlen und so machen wir unseren ersten Stop in Barrydale im „Diesel & Creme“, wo wir in einer pittoresken Atmosphäre superleckere Milchshakes (Minze bzw. Jalapenios mit belgischer Schokolade) schlürfen, einen Burger mit Blauschimmelkäse und ein Hähnchensandwich mit Pesto und Schafskäse verputzen. 





Frisch gestärkt bergen wir noch schnell einen Cache bevor uns unser weiterer Weg an Ronnies Sex Shop vorbeiführt. Eigentlich hatte Ronnie hier einen Landhandel (Ronnies Shop) eröffnete, der nicht so richtig lief, bis ein Nachbar aus Spaß das Sex hinzusetzte. Seit dem ist der Laden Kult und jeder muss einen BH, einen Spruch, eine Visitenkarte, ein Shirt oder was auch immer da lassen. Auch wir machen dort Halt und verewigen uns. Wären wir noch was trinken, bekommen wir in einen Gespräch zwischen Ronnie und einem der Gäste mit, dass er gar nicht so glücklich über den Erfolg ist, da die Leute nur noch wegen dem Kult und nicht auf eine Rast bzw. wegen der Landschaft kommen. Tja, ehrlich gesagt, hätten wir nicht vorher von dieser Kultstätte gehört, dann wären wir wohl vermutlich auch daran vorbei gefahren.





Der weitere Weg über die R62 bis nach Oudtshoorn führt uns immer weiter in die Welt der Strausenbarone, bis wir schließlich unser Quartier, die „Montana Guest Farm“, die aber heute keine kommerzielle Straußenfarm mehr ist, erreichen. 




Nach herzlicher Begrüßung durch den deutschen Hausherren Wolfgang beziehen wir unser Appartement, machen uns frisch und starten zum Willkommenssekt mit den anderen Gästen, bevor es ein gemeinsames und leckeres Abendessen gibt. Wolfgang versteht es hervorragend, alle an einen Tisch zu bekommen und in Gespräche zu verwickeln, so dass es ein sehr geselliger und gemütlicher Abend auch über das Essen hinaus wird.